5er System , von Joachim

  • Guten Morgen, Herr Simons!


    Seit ich mit der Imkerei vor einem
    Jahr begonnen habe, suche ich nach einem Weg, ohne Varroabehandlung
    auszukommen. Derzeit favorisiere ich die von Wolf-Ingo Lau
    veröffentlichte Methode, nach der letzten Schleuderung Mitte Juli die
    verdeckelten Brutwaben zu entnehmen. Zehn Tage später das Ganze noch
    einmal. Die geschröpften Völker bräuchten dann nur noch im Dezember mit
    Oxalsäure behandelt zu werden; die Brut der Brutscheunen wird nach dem
    Schlupf mit Milchsäure oder Anderem behandelt.


    Sie schreiben
    nun, Sie müssten seit 25 Jahren überhaupt nicht behandeln! Das ist
    freilich eine Revolution! Sie führen die Varroaabwehr auf die kleineren
    8-Waben-Zargen zurück. Um so besser! Ich kam auf die Idee mit kleineren
    Zargen, weil ich erkannt habe, dass man ohne Absperrgitter arbeiten
    kann, wenn die Honigkappe über der Brut nicht unterbrochen wird. Diese
    Kappe wird von der Königin nur ungern überschritten und wirkt deshalb
    wie ein Absperrgitter. Damit die Honigkappe nicht unterbrochen wird,
    muss der Brutraum durch Unterstellen weiterer Brutzargen erweitert
    werden und nicht durch drüberstellen wie üblich.


    Da Sie keine
    Varroabehandlung machen, möchte ich gern erfahren, wieviele Milben bei
    Ihren Völkern täglich fallen. Wie hoch ist die Verlustquote im Frühjahr
    bzw. im Herbst? sind Sie der Meinung, dass man sofort das Thema
    "Behandlung" als abgeschlossen betrachten kann, wenn man die kleinen
    Beuten hat? Ich frage das, weil mir ein anderer Imker, der seit 1993
    nicht mehr behandelt, schrieb, dass sein "System" nicht übetragbar sei,
    da er über eine einigermaßen resistente Biene habe und die Milben zudem
    milder seien, da sie nicht durch die Säurebehandlung auf
    Widerstandskraft und Vermehrungsfreudigkeit "gezüchtet" seien wie bei
    den behandelnden Imkern.




    Übrigens: Die Imker, die auf
    Varroaresistenz ihrer kleinen Bienen (4,9 mm - Zellen, Wabenabstand 32
    mm) schwören, behaupten wie Sie, dass die Resistenz durch die höhere
    Stocktemperatur erreicht werde. Viele Bienen auf engem Raum erzeugen
    mehr Wärme, was wiederum die Vermehrung der Milben bremse.




    viele Grüße


    Hans-Joachim Heyer


    guten tag Übrigens:
    Die Imker, die auf Varroaresistenz ihrer kleinen Bienen (4,9 mm -
    Zellen, Wabenabstand 32 mm) schwören, behaupten wie Sie, dass die
    Resistenz durch die höhere Stocktemperatur erreicht werde. Viele Bienen
    auf engem Raum erzeugen mehr Wärme, was wiederum die Vermehrung der
    Milben bremse.guten tag hans-joachi
    m


    Antwort :


    eine resistenz gegen die varroa kann niemals durch eine erhoehte
    stocktemperatur erreicht werden.
    die erhoehte temperatur ist eine abwehrmassnahme gegen erkannte feinde
    der bienen und wirkt ab ca.35 grad. hierzu gibt es auch
    wissenschaftliche untersuchungen.


    die 4,9 zellen theorie ist fuer mich reine geschaeftemacherei,die
    macher haben sofort lieferanten fuer geeignete Koeniginnen und imkereibedarf
    zur hand, zu sagenhaften preisen, ergo : geschaeftemacherei.



    gruss
    rudolf